Anonym

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Getriebegrundeinstellung

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Eine weitere Möglichkeit ist wohl, den 1.2er wieder rollfähig zu machen, den Bremspedalschalter über dem Bremspedal aus der Arretierung drehen und etwas herausziehen, aber angesteckt lassen. Man kann dann normal starten und von der Bremse runtergehen und die Kupplung ist offen. Ist zwar keine echte Notentriegelung aber reicht für das Abschleppen.[1]
 
== Was genau passiert eigentlich bei der Grundeinstellung? ==
Siehe [https://a2-freun.de/forum/forums/topic/95939-12-tdi-any-getriebesteuerger%C3%A4t-software%C3%A4nderung/page/2/#findComment-1101000 Beitrag]
 
'''Schritt 1:'''
* Die Adaptionswerte für den Kupplungsregler (N255-Schaltschwellen, Ruheposition G162) werden auf Default-Werte zurückgesetzt, sie entstehen im Laufe der Grundeinstellung automatisch neu, weil die GGE die gleichen Regel- und Adaptionsalgorithmen nutzt wie der normale Fahrbetrieb.
* Schleifpunkt und Kriechpunkt werden gelöscht und als ungültig gekennzeichnet.
 
'''Schritt 2:'''
* Die Gangstellervermessung erfolgt mit insgesamt 28 Schritten, die auch im MWB angezeigt werden.
* Als erstes wird die Ruhelage von G239 und G240 in der LG1-2 abgespeichert.
* Es werden alle Gänge von R bis 5 nacheinander angefahren. Dazu wird zunächst in die jeweilige Gasse gefahren und dann auf einer steigenden Rampe die Kraft in Richtung Gangwahl erhöht, bis sich der Wert von G239 und G240 nicht mehr ändert. Anschließend werden die Gangwahlventile stromlos gemacht und geprüft, ob die Mechanik ein wenig zurückfedert.
* An mehreren Stellen wird versucht, bei eingelegtem Gang die Gasse zu wechseln. Das darf nicht möglich sein - G239 und G240 dürfen sich nur wenig verändern und müssen auch wieder zurückfedern.
* Es wird auch versucht, die Positionen gegenüber R und dem 5. Gang anzufahren. Da ist beim 085er-Getriebe ein mechanischer Anschlag, dementsprechende Werte von G239 und G240 werden erwartet und geprüft.
* Mehrmals im Durchlauf wird N255 auf einen sehr geringen Strom gezwungen. Dadurch schließt die Kupplung und der Gangsteller wird hydraulisch entlastet. G239 und G240 dürfen sich bei dieser Prüfung nicht nennenswert verändern.
* F41 muss bei eingelegtem Rückwärtsgang schalten.
 
Das interessante ist, dass die Schritte 1-28 durchlaufen, auch wenn ein Fehler auftritt. Die Fehler werden während des Durchlaufs gesammelt und erst am Ende ausgewertet. Ist am Ende mindestens ein Fehler im Zwischenspeicher, wird ein zweiter Durchlauf der Schritte 1-28 gestartet, bevor ein RTFM!-Code ausgegeben und die Grundeinstellung abgebrochen wird.
 
Am Ende des Durchlaufs werden die beobachteten Maximal- und Minimalwerte von G239 und G240 genutzt, um eine normierte Skalierung anzuwenden. Zusammen mit der Ruheposition in LG1-2 entsteht so ein Abbild der Schaltkulisse, wobei jeder einzelne Gang gegen ein entsprechendes Sollwertfenster geprüft wird.
 
'''Die RTFM!-Codes bedeuten:'''
* 7: G240 bewegt sich in die falsche Richtung oder gar nicht
* 8: G239 bewegt sich in die falsche Richtung oder gar nicht
* 9: F41 schaltet nicht, wenn R eingelegt wird
* 10: G239 oder G240 driften zu stark, wenn ein Gang eingelegt wurde und der Gangsteller kraftfrei geschaltet wurde
* 11: Die Spanne des beobachteten Minimal-/Maximalwerts von G239 oder G240 ist zu klein (Verfahrweg begrenzt)
* 12: Die normierte Schaltkulisse passt in wenigstens einem Gang nicht zu den hinterlegten Sollwert-Fenstern
 
'''Schritt 3:'''
* Adaption des Wählhebel-Hallgebers und Prüfung der Mikroschalter
* Prüfung diverser CAN-Nachrichten (Kickdown, Pedalwert, Bremse betätigt etc.)
 
'''Schritt 4:'''
* Starten des Motors und Anlernen des Schleifpunktes. Der Kriechpunkt wird auf den Schleifpunkt gesetzt.
* Abspeichern der EEPROM-Werte im Nachlauf nach Zündung aus und Löschen eventueller Sperren, die durch eine nicht korrekt durchgelaufene Grundeinstellung gesetzt werden.
 
Das Fahrzeug ist jetzt fahrbereit. Das Anlernen des Kriechpunktes erfolgt separat außerhalb der eigentlichen Grundeinstellung oder notfalls auch im Fahrbetrieb.
== Anleitungen ==
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